Die genaue Herkunft und Entstehung der Kettlebell ist umstritten. Durch die ersten Aufzeichnungen über Kraftprotzerei mit Gewichten, die ähnlich aussahen, wird diese jedoch im osteuropäischen und asiatischen Raum (Indo-Europäer & Zentral-Asiaten) und etwa 4000-3500 v. Christus vermutet. Speziell im asiatischen Raum wanderten Zirkusgruppen, welche durch akrobatische Vorführungen mit dem Rundgewicht Auftritte bestritten haben, umher.

Die Kettlebell ist der Vorfahre der Kurzhantel und des olympischen Gewichthebens und wurde speziell durch die Kurzhantel in den 1950ern verdrängt und vergessen. Ausnahme des Vergessens sind die baltischen Staaten und Russland, wo auch offizielle Wettkämpfe stattfanden und die Kettlebell im Training der russischen Spezialeinheit Speznas und dem russischen Heer weiterhin verwendet wurde. Von hier fand die Kettlebell im Jahr 2001 zurück nach Amerika und Europa, wo sie speziell im Functional- und Crossfit-Training verwendet wird.

Bei dem Kettlebell-Training dient die Kettlebell meistens als Widerstand und ermöglicht aufgrund ihrer Vielseitigkeit ein Ganzkörpertraining mit dem vor allem funktionelle und explosive Kraft trainiert wird. Mit der Kettlebell trainiert man ganze Muskelgruppen bis hin zu ganzen Muskelketten und ist jede Übung auch eine koordinative Aufgabe, bei der das Zusammenspiel des gesamten Körpers wichtig ist.

Heute gibt es viele verschiedene Ausführungen und Modelle, wobei die Grundform immer eine Gewichtskugel mit abgeflachtem Boden und einem Griff auf der Oberseite ist.
Die Gewichtsabstufungen sind meistens in 4-Kilogramm-Abständen. Diese Gewichtabstufung kommt aus dem russischen (Pood, 1 pood = 16 kg), wo die Kettlebell durchgehend im Training eingesetzt wurde.